"Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde!"

Dies bestätigen seit diesem Schuljahr Hannah, Sarah, Anja und Emely aus der Realschule Pfarrkirchen. Sie nehmen nämlich freiwillig am Projekt "P.F.E.R.D.L" teil, das einmal in der Woche auf der Hengststation Bachl durchgeführt wird.

"P.F.E.R.D.L" bedeutet: "Projekt für freudiges und entspanntes Reiten zum Durchstarten beim Lernen" und gilt speziell für Kinder mit einer Lese- und Rechtschreibstörung, d. h. die Schüler erhalten Deutschunterricht auf dem Pferderücken. Während früher Kinder mit dieser Störung als faul oder dumm galten, hat man herausgefunden, dass es bei den Betroffenen zu Blockaden zwischen den Gehirnhälften kommt und somit bereits erworbenes Wissen unter Stress nicht abrufbar ist. Diese Blockade zu lösen, daran arbeitet man bei diesem Projekt.

Durch die Schrittbewegung auf dem Pferd, die der Krabbelphase ähnelt, wird der Austausch zwischen den Gehirnhälften angeregt und Blockaden können behoben werden. Das Gefühl des Getragen werden, die Wärme und Ausgeglichenheit des Pferdes sorgen zudem für ein angenehmes Lernklima. Pferde sind die besten Zuhörer, sie urteilen nicht und spiegeln wieder, wie du dich fühlst. Somit kann man den Schülern Hilfen mit an die Hand geben, die ihnen den richtigen Umgang mit Problemen erleichtern.

"Viele laufen ein Leben lang dem Glück hinterher, wir setzten uns einfach drauf!"

   

Hier geht's zum Filmbeitrag P.F.E.R.D.L. von

Niederbayern TV Passau vom 29. Jan. 2019:

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Tierische Neuzugänge an der Realschule Pfarrkirchen 2020

Zwei kleine Kolleginnen komplementieren seit November 2020 in der Schulfamilie der Realschule Pfarrkirchen den Bereich tiergestützter Pädagogik.

Bei den beiden Damen, die noch auf der Suche nach geeigneten Namen sind, handelt es sich um Amerikanische Miniaturpferde im Alter von 6 Monaten und 2 Jahren. Diese eher seltene Rasse gab es bereits im 17. Jahrhundert in Europa. Die kleinen, eleganten Pferdchen, die bis zu 85 cm Stockmaß erreichen, wurden an Königshöfen als Spielgefährten für die Königskinder gehalten und gezüchtet. Kriege brachten diese Rasse an den Rand des Aussterbens, doch einige wenige Exemplare konnten nach Übersee gerettet werden. 1976 importierte man dann zum ersten Mal Miniaturpferde aus den USA nach Europa.

Nachdem seit letztem Jahr bereits „P.F.E.R.D.L“ unter der Leitung von Studienrätin Ellen Meier an der Realschule Pfarrkirchen für Schüler mit Lese- und Rechtschreibstörung erfolgreich durchgeführt wird und für große Begeisterung sorgt, sollen die Minis, die äußerst menschenbezogen und geduldig sind, für alle Schüler im grünen Klassenzimmer unterrichtsbegleitend ab dem Frühjahr 2021 eingesetzt werden. Die Wärme und die Bewegung, die das Pferd den Menschen weitergibt, bringen Entspannung und Ruhe in den Körper sowie den Geist. Diese Fähigkeit kann sich auch die Lerntherapie zunutze machen, die ganz neu im Angebot der Realschule ist. Im Umgang mit diesen Tieren entdeckt jeder ein Stück seiner Seele. Ein Pferd hält dem Kind, das sich ja immer noch sucht, einen Spiegel vor und hilft damit, sich besser zu fühlen, was sich deutlich positiv auf das Unterrichtsgeschehen auswirkt. Denn „was wir von Pferden lernen können, ist unendlich mehr wert, als das, was wir ihnen beibringen können!“(Altes Sprichwort)

Realschuldirektor Franz Griebl freut sich über diesen Zuwachs, ist es doch ein weiteres Angebot zur individuellen Unterstützung für Kinder mit Problemen im Schreiben und Lesen.

 

 

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